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Herzlich Willkommen auf dem Weihnachts-Inselchen

Poesie, Fotos und mehr zu Weihnachten


 

..:~~ Rezepte ~~:..

..:~~ ~~:..


es duftet nach Apfel,Mandel, Nuss,
nach Zimt, Orange, Zuckerguss

ein Feuer prasselt im Kamin
so pocht das Herz grad` in mir drin

mir ist so warm, so herrlich lau
gefühlte Zuckerkuchenfrau

und es kann stürmen, frieren, schnein
ich möcht zu gerne drinnen sein

umhüllt von einer warmen Decke
in der ich mich nun ganz verstecke

und warte bis mit Sturm und Schlag
du mit mir wartest jeden Tag


(c)nightlight




Bei Walfi, unserem kreativen Mitglied: "Backmaus" waren immer tolle Rezepte zu finden, danke sehr, liebe Walfi. Wir denken an dich, liebe Walfi. Du backst jetzt mit den Engelchen. :-) Danke für alles liebe Backmaus.




Und hier eine Auswahl:




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Das Foto ist vom Trierer Weihnachtsmarkt (durch die Scheibe gesehen).


Tiroler Adventsbrot
Zutaten:
Teig: 1/8 Liter Milch, 30 g Hefe, 100 g zerlassene Butter,
80 g Zucker, Salz, 2 Dotter, 400 g Mehl, Fett fürs Blech,
Ei zum Bestreichen, Puderzucker zum Bestreuen
Fülle: 150 g geriebene Haselnüsse, 120 g Zucker,
50 g Rosinen, 100 g kandierte Früchte, 1 Pkg. Vanillezucker,
1/2 TL Zimt, 1/8 Liter Milch, 1 EL Rum

Zubereitung:
Milch auf 30 Grad erwärmen und die Hefe darin auflösen.
Butter, Zucker, Salz und Dotter gut damit verrühren und in einer Schüssel mit Mehl zu einem glatten Teig abschlagen.
Diesen ca. 45 Minuten rasten lassen. Für die Fülle Nüsse, Zucker, Rosinen, Früchte, Vanillezucker und Zimt in eine Schüssel geben. Milch zum Kochen bringen und heiß über die Zutaten gießen, mit Rum abschmecken. Den Teig rechteckig
(5 mm dick) auswalken, mit Fülle bestreichen und einrollen.
Die Teigrolle auf ein befettetes Blech legen, alle 2-5 cm mit einem scharfen Messer einschneiden und 30 Minuten gehen lassen. Das Brot mit Ei bestreichen und im Rohr bei
180 Grad ca. 35-40 Minuten backen, danach bezuckern.

Dresdner Christstollen

Zutaten:
175 g geschälte Mandeln, 175 g Sultaninen, 100 g Korinthen,
100 g fein gewürfeltes Zitronat, 1 Pkg. Vanillezucker,
100 g fein gewürfeltes Orangeat, 3 EL Rum, 500 g Mehl,
1 abgeriebene Zitronenschale, 90 g Zucker, 1 Prise Salz,
1/8 Liter lauwarme Milch,250 g Butter, Mehl z. Ausrollen,
150 g flüssige Butter zum Bestreichen,
100 g Puderzucker zum Bestäuben,
60 g Hefe (oder 1 Pkg. Trockenhefe)

Zubereitung:
Die Hälfte der Mandeln mahlen, die andere Hälfte grob hacken. Mit Sultaninen, Korinthen, Zitronat, Orangeat, Vanillezucker, Zitronenschale und Rum mischen und zugedeckt
über Nacht stehen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe hineinbröckeln.
Etwas Zucker über die Hefe streuen, die lauwarme Milch darüber gießen und die Hefe darin auflösen. Salz und das Fett in Flöckchen auf den Mehlrand geben und die Zutaten von der Mitte aus mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat, dann die vorbereiteten Früchte unterkneten.
Den Teig auf der bemehlten Fläche zu einem Rechteck von
40 x 30 cm ausrollen. Mit Wasser bepinseln. Von der Längsseite her den Teig so zusammenklappen, dass die Längsenden etwas versetzt sind. Den Wulst mit der Kuchenrolle andrücken und einen Stollen formen. Den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Zugedeckt noch einmal ca. 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Stollen im Backofen auf der mittleren Einschubleiste 40 Minuten backen. Noch heiß mit der flüssigen Butter bepinseln und mit Puderzucker bestäuben. Dies so oft wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind. Den Stollen in Alufolie wickeln und mindestens drei Wochen durchziehen lassen.

Zutaten:
125 g Butter, 250 g Zucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 2 Eier,
Mark von 1/2 Vanilleschote, 1 abgeriebene Zitronenschale,
125 g gemahlene Mandeln, 350 g Mehl, 200 g Kuchenglasur,
Butter und Mehl für das Blech

Zubereitung:
Die Butter sehr schaumig rühren. Zucker, Vanillezucker, Vanillemark und Zitronenschale dazugeben und so lange rühren, bis der Zucker sich gelöst hat. Die Eier nacheinander unterrühren. Dann die Mandeln und danach das gesiebte Mehl unterheben. Die Backbleche dünn fetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig portionsweise in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle (Nr. 8) füllen und
ca. 6 cm lange Streifen auf die Bleche spritzen.
Für 1 Stunde kalt stellen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Im Backofen auf der mittleren Einschubleiste
ca. 15 Minuten goldgelb backen. Auf Kuchengitter auskühlen lassen. Die Kuchenglasur erwärmen. Das Spritzgebäck
ca. 2 cm tief eintauchen, fest werden lassen.
Ergibt ca. 70 Stück

Adventskranz

Zutaten:
250 g Puderzucker, 200 g Butter, 4 Eidotter, 120 g Mehl,
1 Pkg. Vanillezucker, Schale von 1 Zitrone, 1 Prise Salz,
2 TL Backpulver, 200 g Haselnüsse gerieben, 5 Eiklar,
150 g Schokolade, 100 g kandierte Früchte

Zubereitung:
Zucker, Butter, Eidotter, Vanillezucker und die geriebene Zitronenschale cremig schlagen. Mehl, Backpulver, Salz, Nüsse sowie die grob geschnittene Schokolade und die kandierten Früchte untermengen. Eiklar steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. In eine ausgebutterte und mit Mehl bestreute Kranzform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 60 Minuten backen.



Und hier ein Rezept aus Schweden, das ist extra unserem Mitglied Dieter aus Bromma gewidmet:

~~ ~~


In Schweden ist Weihnachten das längste Fest des Jahres. Es beginnt am ersten Advent und endet mit dem 13. Januar, dem Fest der Lucia, die einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf trägt.
Wo Lucia und ihr Gefolge singend auftreten, laden sie zu Kaffee und Safrangebäck ein. (Luziakatzen - Lussekatter) In der Dunkelheit und Kälte des schwedischen Frühwinters kommt Lucia mit ihrem Lichterkranz und bringt den Menschen das Licht, was sie so dringend benötigen. Und in Schweden, genauer in Bromma wohnt Dieter.




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Lussekatter
Man nehme: 50 g Butter 5 dl. Milch50 g Hefe1 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Zucker, 1,5 l. Weizenmehl, 1/2 - 1 g gemahlener Safran, 125 g Butter1 1/2 dl. Zucker, 2 Eier, einige Rosinen

Zubereitung:
50 g Butter schmelzen.
Milch hinzugießen und erwärmen, Hefe eine große Schüssel hineinbröckeln. Lauwarme Milch und Margarine darübergießen und Hefe anrühren.Zucker, Salz und den größten Teil des Mehls in die Schüssel geben. Kräfig kneten und ca 1 Std unter einem Küchentuch aufgehen lassen. Während der Teig aufgeht, 125 g Butter mit dem Zucker verrühren.Safran und 1 Ei dazugeben, gut umrührenSafranteig in den aufgegangenen Teig einkneten.Den Rest des Mehls dazugeben (1/2 dl. zum Durchkneten aufbewahren).Teig auf dem Backtisch nochmals durchkneten und Teigstücke zu Lussekatter formen.Lussekatter auf Bleche mit Backpapier legen.Bis zur knapp doppelten Größe unter einem Küchentuch aufgehen lassen.Lussekatter mit einem Ei bestreichen und mit Rosinen garnieren.8-10 Minuten mitten im Ofen bei 250°C backen.Lussekatter auf Kuchengitter zum Auskühlen legen.

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Als ich ein Kind war zeigte mir meine Oma immer die Abendröte und sagte: "Schau, die Engelchen backen."
Hier ist ein Engelchen aus der Nikolaikirche in Potsdam, die nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut wurden, herzlichen Dank für die Erlaubnis zu fotografieren.


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Wenn die Engelchen backen

Sie waren Kinder und jedes Jahr in der Weihnachtszeit schauten sie sich Märchen an, besonders gern Peterchens Mondfahrt, die Oma erzählte abends Weihnachtsgeschichten, heute erzählte sie vom Nussknacker und wie so oft erzählte sie von der vor Jahren in den Himmel gegangenen älteren Halbschwester des Mädchens. Sie gab den Kindern einen Gute-Nacht-Kuss und bald schliefen sie friedlich ein. Es war im Jahre 1960.
Doch plötzlich wachte Angie auf, irgendetwas Feuchtes Warmes fühlte sie an ihrem Arm. Sie schaute verstohlen und wer oder was war es? Ihre Katze Mohrle, die sie verschmitzt anlachte und mit ihrem Näschen anstupste. Sie raunte ihr ins Ohr: „Komm Angie, wir haben etwas vor.“ „Wir? Was?“, fragte das Mädchen, aber es stieg aus seinem Bett aus und folgte ihr die Treppe runter und da wartete schon Hasso, ihr geliebter Schäferhund, auf dem sie immer reiten durfte. Er sagte mit verstohlenem Lächeln zu ihnen: „Kommt, wir machen eine Reise.“ Es kamen noch die kleine Katze Kitty hinzu und die alte scheue Katze, die nur Muschi genannt wurde. Niemand durfte Muschi berühren, nur Hasso, an den schmiegte sie sich so gern an. Hasso gab den Rat: „Wir müssen reisen wie die Bremer Stadtmusikanten.“ Setzt euch auf meinen Rücken, erst Angie, dann Muschi, dann Mohrle und zum Schluss Kitty, dann geht die Reise los.“ Alle gehorchten, denn alle vertrauten Hasso. „Nun vertraue ich euch ein Geheimnis an, was keiner kennt. Einmal im Jahr in einer bestimmten Nacht, wenn der Himmel abends besonders rot ist, dann backen die Engelchen und dann darf ich sie besuchen und einmal, wenn meine Freunde besonders artig waren, darf ich sie mitnehmen und dieser Abend ist heute. Macht die Äuglein zu, entspannt und dann begeben wir uns auf die Reise. Voll Vertrauen taten sie, wie ihnen geheißen, sie schlossen die Augen, hörten kleine Glöckchen, eine wunderbare Melodie, spürten, wie sie schwebten. Sie sahen nicht, wohin sie flogen, sie waren damit beschäftigt, einander zu halten. Die Kätzchen schnurrten vor sich hin und der Hund lächelte nur.
„Augen auf, wir sind da“, vernahmen sie irgendwann von Hasso. Da stand eine gutmütig aussehende ältere Dame mit grauem Haar, das zu einem Knoten zusammengebunden war, sie hatte rote Pausbäckchen und trug eine große Schürze. „Da bist du ja, Hasso, wir haben auf dich gewartet, du kommst später als sonst.“ Er erwiderte lachend: „Schau doch, wen ich alles im Schlepptau habe, da konnte ich doch nicht so schnell und du hast doch schon angefangen, deine großen weichen Schneeflöckchen zu streuen, da war der Weg etwas beschwerlich. Aber schau mal, es ist doch noch lange nicht Mitternacht, wir haben doch noch Zeit.“ Die alte Dame holte ihre große Lupe: „Tatsächlich, du bist ja nicht allein, was hast du nur für lustige Kerlchen mitgebracht, so was kennen wir hier gar nicht. Wenn es deine Freunde sind, sind sie hier willkommen.“ Lachend warf sie ihnen einige weiche Schneeflöckchen entgegen und es kam ihnen vor, als seien das alles weiche Daunenfederchen. „Weißt du, jedes Jahr fragen die Kinder, wie die Engelchen backen und wieso die Himmelsäpfelchen so glänzend rot sind.“
„Hm, womit haben sie denn verdient, das schon jetzt zu sehen? Kinder sollen doch einfach nur glauben, sie haben doch so viel Fantasie.“ „Schau mal in das goldene Buch. Der Nikolaus hat doch alles verzeichnet“, antwortete Hasso. „Das stimmt schon“, antwortete gütig die ältere Dame, „aber ich möchte es von euch selber hören.“ Die jungen Kätzchen antworteten. „Wir wurden ausgesetzt, keiner wollte uns haben, vielleicht wollte man uns auch töten, wir sind vorsichtshalber ausgebüchst. Wir hörten von dem Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, die auszogen ein besseres Leben zu finden. Tagelang liefen wir in einem verwilderten verwunschenen Garten herum, bis uns eines Tages Angie und ihre Schwester fanden. Sie versteckten uns in ihrem Spielhäuschen in dem großen Garten ihrer Eltern. Denn diese hatten immer gesagt: ´Ein Hund und eine Katze genügen völlig und falls wir mal aus dem Haus ausziehen, wo sollen wir denn noch mehr Tiere lassen?“ Nun ja, es kam, wie es kommen musste, eines Tages wurde unser Geheimnis entdeckt. „Und?“, fragte die liebe ältere Frau, hat Papa sehr geschimpft?“ „Er hat mal eine böse Miene aufgesetzt und zu schimpfen versucht, aber es gelang ihm nicht wirklich“, antworteten die Katzen. Nun waren wir offiziell da. „Und was ist mit Muschi, warum ist sie so scheu? Haben die Kinder ihr etwas getan? „Nein“, antwortete Muschi, ich war schon im Hause, als die Kinder noch gar nicht auf der Welt waren und wohnte im Schuppen. Eines Tages stand er in Flammen und da wurde ich so ängstlich. Doch Hasso war mein kleiner Therapeut, nachts rief er mich immer wieder und wenn es keiner sah, kuschelten wir heimlich wie ein Liebespaar.“ „Und Hasso, was hast du zu sagen?“ „Nun, ich habe doch einen Instinkt, ich merke doch, wenn jemand gut zu Tieren ist und Angie liebt mich so sehr, da darf sie auch in ihrem kindlichen Übermut mal an mir herumzerren und wenn es mir mal nicht so gut geht oder es draußen zu kalt ist, dann holt sie mich heimlich aus dem Zwinger in den Flur. Wenn sie mal verschlief und mich nicht rechtzeitig zurückbrachte, bekam sie ein wenig Schimpfe, aber so schlimm war es nicht.“ Kitty lachte amüsiert und die alte Dame sagte: „Ah, ja, so alles in allem verstehe ich allmählich, warum ihr hier wie die Bremer Stadtmusikanten angeschlichen seid. Ich hörte, ihr hättet auch eine liebe Tante aus Bremen, die euch diese Geschichte erzählt hat. Nun, es wird Zeit, ich zeige euch die Englein, folgt mir.“ Wieder warf sie ein paar Schneeflöckchen um sich und wie aus dem Nichts kam ein Schlitten an und brachte sie zu der wunderbaren Sternenwiese, die Angie aus dem Märchen kannte. Sie erblickten ein wundervolles Farbgemisch aus goldenen Sternen, weißen Wölkchen und einem wunderbaren Abendrot. Aus den Wölkchen lachten ihnen wunderbare Engelsgesichtchen entgegen und es erschallte fröhlich: „In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei....“ Das Lied muss es schon damals da oben gegeben haben, bevor es in der Welt bekannt war. Die einen Englein rollten den Teig aus, die anderen formten die Plätzchen, die nächsten schoben die Leckereien in den Himmelsofen, alles war wie in einer kleinen geordneten Fabrik. Das Oberengelchen sagte: „Ja seht mal, das ist gelungene Zusammenarbeit, die Menschen werden das später Teamwork nennen und glauben, sie hätten das erfunden. Jeder tut das Seine und daraus entsteht dann das gelungene Werk.“ Andere Engelchen rieben die roten Himmeläpfelchen mit ihrer Schürze blitzblank. „Dürfen wir probieren?“ fragte Angie und jeder bekam eine Kostprobe. Die Kätzchen bekamen von der Milch, die in den Teig sollte, zu kosten.
Sie fühlten sich so behaglich, so wohl und Angie fragte schließlich: „Dürfen wir hier bleiben? Es ist so schön hier.“

Die Engelchen wogen nachdenklich den Kopf und sagten: „Nein, das ist noch nicht eure Zeit. Wenn ihr weiter so artig bleibt, dann werdet ihr eines Tages zu uns kommen, dann dürft ihr zeitlebens Kinderchen auf der Erde erfreuen. Aber eure Zeit ist noch nicht gekommen.“ Angie war enttäuscht und fragte nach dem Grund. „Sieh mal, mein Kind“, sagte der Oberengel ganz lieb: „Euer Leben ist dort unten auf der Erde und wir bringen euch zu Weihnachten unsere Geschenke. Ihr sollt dann daran denken, dass das Christkind ein Geschenk für die Menschheit ist und aus Freude darüber sollt ihr auch die Menschen, die ihr lieb habt, beschenken. Eure Familie und eure Freunde würden nicht verstehen, wenn ihr fern bleibt, sie wären traurig und viele Menschen da unten werden euch noch brauchen. Schau, Angie, ich zeig dir etwas.“´

Und aus einer der Wolken kam ein liebes Englein mit braunen Löckchen auf Angie zu und umarmte sie. „Ich bin deine große Schwester, die vor vielen Jahren in den Himmel gegangen ist. Ich beschütze euch von hier aus, es gibt keinen Grund traurig zu sein. Richte das deiner Mutti aus.“ „Duuu?“, fragte Angie erstaunt. „Von dir wurde mir so viel erzählt, du sollst so lieb gewesen sein, da kann ich nicht mithalten.“ „Ach was“, lachte das Engelchen, „ich war genau so ein normales Kind wie du, aber in der Erinnerung wird man eben später immer etwas glorifiziert. Um hier anzukommen, musst du nicht fehlerlos sein, du musst nur das Beste versuchen, du musst mit dem Herzen denken. Suche die Menschen, gehe zu ihnen, lade sie ein, sprich mit ihnen. Ich verrate dir eins: Du wirst eines Tages Verantwortung für viele Menschen haben, du wirst anders leben, als du geplant hast. Und du musst dir deiner Verantwortung bewusst sein. Weißt du, unser guter Nikolaus, der zu den Menschen herabsteigt, hat auch eine Verantwortung für sie. Er schreibt ihre kleinen Fehlerchen auf und sagt sie ihnen, lässt den Ruprecht ein wenig mit der Rute drohen, aber die guten Sachen kommen in das goldene Buch.
Gib den dir anvertrauten Menschen eine Chance, wo du kannst.“ „Die Katzen lachten verschmitzt und sagten: „Also mach es so wie wir, fauch mal, droh mal mit der Pfote, aber bleib treu und schnurre immer wieder.“ Da musste Angie lachen.
Das Schwester-Engelchen nahm die kleine Schwester noch mal liebevoll in den Arm, streichelte die Tierchen, gab Hasso einen Klaps auf den Po und sagte: „Nun aber ab mit euch, gleich kommt die Morgenröte.“

„Angie, aufwachen“, sagte die Oma, als sie die Vorhänge aufmachte. Die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Garten schien durch das Fenster. „Aber Kind, du sollst doch die Katze nicht immer mit ins Bett nehmen. Und was hast du denn mit dem Kopfkissen gemacht? Die Federn sind doch herausgeflogen, sieht ja aus, als hätte es geschneit. Und hast du Hasso wieder hereingeholt?“ Sie versuchte einen strengen Blick, wandte sich aber schnell ab, weil sie lachen musste. Irgendwie muss das Mädchen gespürt haben, dass die Schelte nicht böse gemeint war und lernte nie so richtig, von diesen kleinen Schandtaten abzuweichen, auch wenn ihr später ab und zu Predigten über „artgerechte Tierhaltung“ gehalten wurden. Die da oben sahen ihre Auffassung von Tierliebe scheinbar als gute Tat an und schließlich kommt ja alles immer auf den Betrachtungswinkel an.

© Elfie Nadolny

Fotos, soweit kein anderes Copyright angegeben ist:
Klaus Nadolny





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