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Herzlich Willkommen auf dem Weihnachts-Inselchen

Poesie, Fotos und mehr zu Weihnachten


 

..:~~ Geschichten ~~:..






Geschichten von Elfie Nadolny:


ANGIES WUNDERWELT

Angie hatte eine große Liebe und das war ihre Oma.
Oma verstand einfach alles. Hatte das Mädchen Freude, freute sich Oma mit, hatte sie einen kleinen Kummer, konnte sie stets mit Oma sprechen, die sie Omma nannte.

Omma und Oppa wohnten in einem Reihenhaus mit einem großen Garten. Oppa liebte es, Gartenarbeiten zu machen oder irgendwas im Haus zu streichen. Und Omma erzählte gern Geschichten und Gedichte, oft erzählte sie auch Dinge aus ihrem Leben, wie sie ihren Mann kennengelernt hatte, wie sie in ihrer Heimat, wo sie aufgewachsen war, gelebt hatte, von ihren Eltern und den zehn Geschwistern. Das Mädchen fand das alles sehr spannend und entwickelte auch eine große Fantasie für Geschichten.
Im Garten gab es wunderschöne Blumen, besonders das tränende Herz liebten alle. Und fast täglich besuchte Angie die Großeltern. Es gab Katzen, Stall-Häschen, ein Lämmchen und einen Schäferhund. Für das Kind war das eine Traumwelt.
Der Ideenreichtum der Omma war sehr groß. Sie kochte Gerichte aus ihrer Heimat und war stets fröhlich. Sie war etwas rundlich und hatte niedliche Lachfältchen im Gesicht und Angie fand, dass sie die schönste Frau der Welt sei.
Die Eltern hatten nicht immer Zeit, da sie ein Geschäft hatten und freuten sich darüber, dass das Mädchen so gut behütet war.
Weihnachten schickte Angies Mutter das Kind zur Omma, sie lasen Peterchens Mondfahrt und weitere schöne Märchen, danach gingen sie alle zusammen zum Hause von Mutter und Vater und siehe da: Spannung lag in der Luft und Papa sagte: „Wir müssen mal schauen, ob das Christkind schon da war.“ Dann erklang ein Glöckchen und alle betraten das Wohnzimmer staunend. Da muss tatsächlich das Christkind gewesen sein. Ein Tannenbaum war da mit leuchtenden Kerzen und Engelshaar bezeugte, dass es keine Täuschung war. Kinderaugen strahlten.
An Ostern besuchte die jüngere Familie die Messe und danach ging es immer zu den Großeltern. Und da war der Osterhase gewesen. Im Garten lagen bemalte Eier und Angie durfte sie suchen. Sie wurden nachher feierlich zusammen gegessen mit Osterbrot. Mal stand auch ein Kuchenhäschen dabei und mal ein Lämmchen. Angie fragte: „Dürfen wir denn so ein Tier essen?“ Omma lachte lustig und antwortete: „Das dürfen wir, sie sind aus Teig. Wir essen doch unsere Tierchen nicht.“

Heute ist Angie eine Frau und selber eine Großmutter. Die schöne Zeit vergisst sie nie, hält alle ihre Lieben in ihrem Herzen, ist ihren Enkelchen eine liebende Omma und wird von ihnen geliebt. Was in der Jugend grundgelegt wurde, kann sie nun frohen Herzens weitergeben.

Danke, dass es Großeltern gibt.

(c) Elfie Nadolny

.~.
Wenn die Engelchen backen .~.
.~. Befana .~.
.~. Weihnachten in einem anderen Land .~.
.~. Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen .~.
.~. Die Weihnachtsfeier .~.
.~. Rückblick auf das Jahr 2003 .~.
.~. Das erste Weihnachtsfest in der neuen Wohnung .~.
.~. Mein erstes Weihnachten in der Bella Casa .~.
.~. Kleine Episode auf Porto Santo .~.
.~. Felice Navidad .~.
.~.Vorweihnachtszeit in einer multikulturellen Gruppe.~.
.~. Gemeinschaft .~.
.~. Der Nikolaus kam nicht persönlich .~.









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Ihr findet noch viele schöne Gedichte und Geschichten von Wolf Jakob-Schmidt in seinen Blogs:
http://www.wolfs-kaleidoskop.de.vu/
http://www.wolfs-sammelsurium.de.vu/



Wenn die Engelchen backen

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Sie waren Kinder und jedes Jahr in der Weihnachtszeit schauten sie sich Märchen an, besonders gern Peterchens Mondfahrt, die Oma erzählte abends Weihnachtsgeschichten, heute erzählte sie vom Nussknacker und wie so oft erzählte sie von der vor Jahren in den Himmel gegangenen älteren Halbschwester des Mädchens. Sie gab den Kindern einen Gute-Nacht-Kuss und bald schliefen sie friedlich ein. Es war im Jahre 1960.
Doch plötzlich wachte Angie auf, irgendetwas Feuchtes Warmes fühlte sie an ihrem Arm. Sie schaute verstohlen und wer oder was war es? Ihre Katze Mohrle, die sie verschmitzt anlachte und mit ihrem Näschen anstupste. Sie raunte ihr ins Ohr: „Komm Angie, wir haben etwas vor.“ „Wir? Was?“, fragte das Mädchen, aber es stieg aus seinem Bett aus und folgte ihr die Treppe runter und da wartete schon Hasso, ihr geliebter Schäferhund, auf dem sie immer reiten durfte. Er sagte mit verstohlenem Lächeln zu ihnen: „Kommt, wir machen eine Reise.“ Es kamen noch die kleine Katze Kitty hinzu und die alte scheue Katze, die nur Muschi genannt wurde. Niemand durfte Muschi berühren, nur der Schäferhund Hasso, an den schmiegte sie sich so gern an. Hasso gab den Rat: „Wir müssen reisen wie die Bremer Stadtmusikanten.“ Setzt euch auf meinen Rücken, erst Angie, dann Muschi, dann Mohrle und zum Schluss Kitty, dann geht die Reise los.“ Alle gehorchten, denn alle vertrauten Hasso.


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„Nun vertraue ich euch ein Geheimnis an, was keiner kennt. Einmal im Jahr in einer bestimmten Nacht, wenn der Himmel abends besonders rot ist, dann backen die Engelchen und dann darf ich sie besuchen und einmal, wenn meine Freunde besonders artig waren, darf ich sie mitnehmen und dieser Abend ist heute. Macht die Äuglein zu, entspannt und dann begeben wir uns auf die Reise. Voll Vertrauen taten sie, wie ihnen geheißen, sie schlossen die Augen, hörten kleine Glöckchen, eine wunderbare Melodie, spürten, wie sie schwebten. Sie sahen nicht, wohin sie flogen, sie waren damit beschäftigt, einander zu halten. Die Kätzchen schnurrten vor sich hin und der Hund lächelte nur.
„Augen auf, wir sind da“, vernahmen sie irgendwann von Hasso. Da stand eine gutmütig aussehende ältere Dame mit grauem Haar, das zu einem Knoten zusammengebunden war, sie hatte rote Pausbäckchen und trug eine große Schürze. „Da bist du ja, Hasso, wir haben auf dich gewartet, du kommst später als sonst.“ Er erwiderte lachend: „Schau doch, wen ich alles im Schlepptau habe, da konnte ich doch nicht so schnell und du hast doch schon angefangen, deine großen weichen Schneeflöckchen zu streuen, da war der Weg etwas beschwerlich. Aber schau mal, es ist doch noch lange nicht Mitternacht, wir haben doch noch Zeit.“ Die alte Dame holte ihre große Lupe: „Tatsächlich, du bist ja nicht allein, was hast du nur für lustige Kerlchen mitgebracht, so was kennen wir hier gar nicht. Wenn es deine Freunde sind, sind sie hier willkommen.“ Lachend warf sie ihnen einige weiche Schneeflöckchen entgegen und es kam ihnen vor, als seien das alles weiche Daunenfederchen. „Weißt du, jedes Jahr fragen die Kinder, wie die Engelchen backen und wieso die Himmelsäpfelchen so glänzend rot sind.“
„Hm, womit haben sie denn verdient, das schon jetzt zu sehen? Kinder sollen doch einfach nur glauben, sie haben doch so viel Fantasie.“ „Schau mal in das goldene Buch. Der Nikolaus hat doch alles verzeichnet“, antwortete Hasso. „Das stimmt schon“, antwortete gütig die ältere Dame, „aber ich möchte es von euch selber hören.“ Die jungen Kätzchen antworteten. „Wir wurden ausgesetzt, keiner wollte uns haben, vielleicht wollte man uns auch töten, wir sind vorsichtshalber ausgebüchst. Wir hörten von dem Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, die auszogen ein besseres Leben zu finden. Tagelang liefen wir in einem verwilderten verwunschenen Garten herum, bis uns eines Tages Angie und ihre Schwester fanden. Sie versteckten uns in ihrem Spielhäuschen in dem großen Garten ihrer Eltern. Denn diese hatten immer gesagt: ´Ein Hund und eine Katze genügen völlig und falls wir mal aus dem Haus ausziehen, wo sollen wir denn noch mehr Tiere lassen?“ Nun ja, es kam, wie es kommen musste, eines Tages wurde unser Geheimnis entdeckt. „Und?“, fragte die liebe ältere Frau, hat Papa sehr geschimpft?“ „Er hat mal eine böse Miene aufgesetzt und zu schimpfen versucht, aber es gelang ihm nicht wirklich“, antworteten die Katzen. Nun waren wir offiziell da. „Und was ist mit Muschi, warum ist sie so scheu? Haben die Kinder ihr etwas getan? „Nein“, antwortete Muschi, ich war schon im Hause, als die Kinder noch gar nicht auf der Welt waren und wohnte im Schuppen. Eines Tages stand er in Flammen und da wurde ich so ängstlich. Doch Hasso war mein kleiner Therapeut, nachts rief er mich immer wieder und wenn es keiner sah, kuschelten wir heimlich wie ein Liebespaar.“ „Und Hasso, was hast du zu sagen?“ „Nun, ich habe doch einen Instinkt, ich merke doch, wenn jemand gut zu Tieren ist und Angie liebt mich so sehr, da darf sie auch in ihrem kindlichen Übermut mal an mir herumzerren und wenn es mir mal nicht so gut geht oder es draußen zu kalt ist, dann holt sie mich heimlich aus dem Zwinger in den Flur. Wenn sie mal verschlief und mich nicht rechtzeitig zurückbrachte, bekam sie ein wenig Schimpfe, aber so schlimm war es nicht.“ Kitty lachte amüsiert und die alte Dame sagte: „Ah, ja, so alles in allem verstehe ich allmählich, warum ihr hier wie die Bremer Stadtmusikanten angeschlichen seid. Ich hörte, ihr hättet auch eine liebe Tante aus Bremen, die euch diese Geschichte erzählt hat. Nun, es wird Zeit, ich zeige euch die Englein, folgt mir.“ Wieder warf sie ein paar Schneeflöckchen um sich und wie aus dem Nichts kam ein Schlitten an und brachte sie zu der wunderbaren Sternenwiese, die Angie aus dem Märchen kannte. Sie erblickten ein wundervolles Farbgemisch aus goldenen Sternen, weißen Wölkchen und einem wunderbaren Abendrot. Aus den Wölkchen lachten ihnen wunderbare Engelsgesichtchen entgegen und es erschallte fröhlich: „In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei....“ Das Lied muss es schon damals da oben gegeben haben, bevor es in der Welt bekannt war. Die einen Englein rollten den Teig aus, die anderen formten die Plätzchen, die nächsten schoben die Leckereien in den Himmelsofen, alles war wie in einer kleinen geordneten Fabrik. Das Oberengelchen sagte: „Ja seht mal, das ist gelungene Zusammenarbeit, die Menschen werden das später Teamwork nennen und glauben, sie hätten das erfunden. Jeder tut das Seine und daraus entsteht dann das gelungene Werk.“ Andere Engelchen rieben die roten Himmeläpfelchen mit ihrer Schürze blitzblank. „Dürfen wir probieren?“ fragte Angie und jeder bekam eine Kostprobe. Die Kätzchen bekamen von der Milch, die in den Teig sollte, zu kosten.
Sie fühlten sich so behaglich, so wohl und Angie fragte schließlich: „Dürfen wir hier bleiben? Es ist so schön hier.“

Die Engelchen wogen nachdenklich den Kopf und sagten: „Nein, das ist noch nicht eure Zeit. Wenn ihr weiter so artig bleibt, dann werdet ihr eines Tages zu uns kommen, dann dürft ihr zeitlebens Kinderchen auf der Erde erfreuen. Aber eure Zeit ist noch nicht gekommen.“ Angie war enttäuscht und fragte nach dem Grund. „Sieh mal, mein Kind“, sagte der Oberengel ganz lieb: „Euer Leben ist dort unten auf der Erde und wir bringen euch zu Weihnachten unsere Geschenke. Ihr sollt dann daran denken, dass das Christkind ein Geschenk für die Menschheit ist und aus Freude darüber sollt ihr auch die Menschen, die ihr lieb habt, beschenken. Eure Familie und eure Freunde würden nicht verstehen, wenn ihr fern bleibt, sie wären traurig und viele Menschen da unten werden euch noch brauchen. Schau, Angie, ich zeig dir etwas.“´

Und aus einer der Wolken kam ein liebes Englein mit braunen Löckchen auf Angie zu und umarmte sie. „Ich bin deine große Schwester, die vor vielen Jahren in den Himmel gegangen ist. Ich beschütze euch von hier aus, es gibt keinen Grund traurig zu sein. Richte das deiner Mutti aus.“ „Duuu?“, fragte Angie erstaunt. „Von dir wurde mir so viel erzählt, du sollst so lieb gewesen sein, da kann ich nicht mithalten.“ „Ach was“, lachte das Engelchen, „ich war genau so ein normales Kind wie du, aber in der Erinnerung wird man eben später immer etwas glorifiziert. Um hier anzukommen, musst du nicht fehlerlos sein, du musst nur das Beste versuchen, du musst mit dem Herzen denken. Suche die Menschen, gehe zu ihnen, lade sie ein, sprich mit ihnen. Ich verrate dir eins: Du wirst eines Tages Verantwortung für viele Menschen haben, du wirst anders leben, als du geplant hast. Und du musst dir deiner Verantwortung bewusst sein. Weißt du, unser guter Nikolaus, der zu den Menschen herabsteigt, hat auch eine Verantwortung für sie. Er schreibt ihre kleinen Fehlerchen auf und sagt sie ihnen, lässt den Ruprecht ein wenig mit der Rute drohen, aber die guten Sachen kommen in das goldene Buch.
Gib den dir anvertrauten Menschen eine Chance, wo du kannst.“ „Die Katzen lachten verschmitzt und sagten: „Also mach es so wie wir, fauch mal, droh mal mit der Pfote, aber bleib treu und schnurre immer wieder.“ Da musste Angie lachen.
Das Schwester-Engelchen nahm die kleine Schwester noch mal liebevoll in den Arm, streichelte die Tierchen, gab Hasso einen Klaps auf den Po und sagte: „Nun aber ab mit euch, gleich kommt die Morgenröte.“

„Angie, aufwachen“, sagte die Oma, als sie die Vorhänge aufmachte. Die Weihnachtsbeleuchtung aus dem Garten schien durch das Fenster. „Aber Kind, du sollst doch die Katze nicht immer mit ins Bett nehmen. Und was hast du denn mit dem Kopfkissen gemacht? Die Federn sind doch herausgeflogen, sieht ja aus, als hätte es geschneit. Und hast du Hasso wieder hereingeholt?“ Sie versuchte einen strengen Blick, wandte sich aber schnell ab, weil sie lachen musste. Irgendwie muss das Mädchen gespürt haben, dass die Schelte nicht böse gemeint war und lernte nie so richtig, von diesen kleinen Schandtaten abzuweichen, auch wenn ihr später ab und zu Predigten über „artgerechte Tierhaltung“ gehalten wurden. Die da oben sahen ihre Auffassung von Tierliebe scheinbar als gute Tat an und schließlich kommt ja alles immer auf den Betrachtungswinkel an.

(c) Elfie Nadolny

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Foto: Das Foto hat Klaus auf dem Trierer Weihnachsmarkt gemacht.

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Advent bedeutet ANKUNFT

Sibylle, ein älteres „Fräulein“ lebte alleine.
Kinder hatte sie nicht und viele Angehörige waren schon vor vielen Jahren von ihr gegangen.
Sie hatte nur noch die Bilder aus ihrer Erinnerung und die Fotos, die eine Vitrine zierten.
Aber eins war ihr noch geblieben: Die Katze, die ihr vor vielen Jahren zugelaufen war und die sie so sehr liebte. Eines Tages wurde das Tierchen krank und starb schließlich kurz vor Weihnachten, in den Armen seines Frauchens.
Sibylle sagte sich: „Nie mehr will ich mich so an ein Wesen gewöhnen. Nie mehr leiden, wenn ich es verlieren muss.“ Zudem zweifelte sie daran, dass sie sich dauerhaft um einen vierbeinigen Mitbewohner kümmern könnte.

Sie setzte sich in der unter Tränen in Eiseskälte auf die Terrasse, ihr Schluchzen war nicht mehr zu unterdrücken. Da kletterte ein kleines Mädchen über den Zaun, setzte sich zu der älteren Dame und fragte: „Warum weinst du denn?“ Sibylle dachte: „Dich hat mir der Himmel geschickt.“ Sie erzählte dem kleinen Mädchen, was sie bedrückte. Das Mädchen rückte immer näher, reichte Sibylle ein Taschentuch, hörte ihr zu und antwortete dann ganz leise: „Es gibt eine Familie, die aus Vater, Mutter, zwei Kindern, einem Hund und drei Katzen besteht, aber eine Katze kommt dort gar nicht zurecht. Sie wird von den anderen Katzen gemobbt.“ „Gemobbt?“, fragte Sibille gedehnt. „Was ist denn das?“ „Das Kind antwortete: „Das ist etwas, was viele Lebewesen erdulden müssen, die anders sind als die Norm.“ Die alte Frau antwortete sinnierend: „Woher hast du denn so viel Wissen und woher kannst du denn so eine so gehobene Sprache?“ „Ach“, entgegnete das Mädchen: „Ich lese viel, habe die Möwe Jonathan, die anderes flog als die anderen Möwen, gelesen und die Geschichte von dem Krebs, der rückwärts läuft. Ein lieber großer Freund von mir schreibt schöne Bücher und beschrieb, wie sich ein achter Zwerg fühlt.“ „Achter Zwerg?“, fragte Sibylle erstaunt. „Was bedeutet das?“ Das kleine Mädchen entgegnete: „Mein lieber großer Freund hat mir das erklärt. Es gibt Zahlen, die eine Bedeutung haben und dazu gehört auch die Zahl sieben. Bei dem Märchen Schneewittchen und die sieben Zwerge gibt es die Siebenzahl. Spricht man aber von einem achten Zwerg, so ist einer zu viel und passt nicht ins Gefüge.“ Sibylle war sprachlos, das Mädchen merkte es und sagte leise: „Ich höre auch gern zu, wenn ältere Menschen aus ihrem Leben erzählen. Aber meine Oma ist nicht mehr bei uns. Eines Tages ist Omi fortgegangen von uns - so wie deine Katze. Und sie sagte zu mir: „Ich werde, wenn ich dort oben im Himmel angekommen bin, dem Christkind sagen, es möge doch dafür sogen, dass eines Tages eine Oma ankommen wird, die du lieben und brauchen wirst. Und nun frage ich dich, willst du jetzt meine Oma sein?“ Tränen der Rührung überkamen Sibylle und sie fragte: „Warum ist denn eine Oma so wichtig für dich?“ Das Kind antwortete: „Ich habe eine gute Mami, aber sie hat kaum Zeit, sie ist alleinerziehend und muss viel arbeiten.“ Und dann setzte sie das Thema fort:
„Schau mal“, ich frage die Familie, die die alte Katze meiner Oma angenommen hat. Alle haben es gut gemeint, aber sie haben gemerkt, dort ist nicht der Platz, an den sie hingehört, sie ist der 8. Hausgenosse oder auch das 5. Rad am Wagen. Das Tier wird von den anderen Katzen wegen seiner Hilflosigkeit abgelehnt, die ihr besondere Zuwendung des Frauchens einbringt.“ „Aber besondere Zuwendung ist doch etwas Schönes“, antwortete Sibylle. „Ja, schon, aber so etwas führt oft zu Mobbing, das ist eine bekannte Tatsache.“, antwortete das Mädchen und es klang wissend. „Wir werden dem Tierchen seinen Platz geben, wo es hingehört.“, betonte das Mädchen. „Und der ist bei dir, das steht fest."

Einen Tag später klingelte es bei Sibylle, eine junge Frau stand Scheu vor der Türe und fragte: „Meinen Sie, Sie könnten unserer Katze eine neue Heimat geben? Sie fühlt sich bei uns nicht wohl. Mögen Sie es versuchen? Wir nehmen sie auch zurück, wenn es nicht klappen sollte und kümmern uns auch, wenn Sie mal nicht für sie sorgen können.“ Sibylle antwortete: „Dann machen Sie schnell, bevor ich es mir anders überlege.“ Und so geschah es. Die Katze wurde gebracht und erkannte die Heimat, nach der sie gesucht hatte, sofort.
Sibylle fragte das Kind fast schüchtern: „Meinst du, ich könnte deine Mami und dich mal zu einer Tasse Tee einladen?“ Die Augen des Kindes leuchteten wie helle Sterne. Das kluge Mädchen antwortete: „Ja, Ommalein, wir kommen, abwarten und Tee trinken.“
Und es blieb nicht bei einem Tee, mit der ANKUNFT kehrte die Weihnachtsstimmung ein. Vier Kerzen leuchteten am Adventskranz und das Kind jubelte: „Schaut mal, vier Kerzen! Eine für jeden von uns und doch zusammen in einem Kranz verbunden.“
Am Weihnachtsabend war eine kleine heil(ig)e Familie gegründet:
angekommen- angenommen.

(c)Elfie Nadolny

Der Beschützer

In der Hohen Domkirche ereignete sich in der Adventzeit ein wunderbares Mitspiel- und Mitsingkonzert.
Sogar Petrus hatte schon für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Es schneite aus hohem Himmel und draußen war die Luft klirrend kalt. Jeder war froh, als er im schützenden Gotteshaus war. Bevor das Konzert begann, war die Türe weit offen, man konnte das Schneetreiben beobachten und die im wahrsten Sinne des Wortes hereinschneienden Menschen.
Eine berühmte Mundartgruppe trat auf und hielt den ganzen Dom in Bann. Es waren Menschen mit den unterschiedlichsten Musikinstrumenten gekommen: Bläser, Streicher … und auch Sänger mit dem Instrument der eigenen Stimme. Alle machten begeistert mit und es kam zu einem gelungenen gemeinsamen Adventkonzert. Die Musik verschmolz zu einem Mosaik.
Absolut jeder war beeindruckt, die Stimmung war feierlich und locker zugleich, der Geist der Gemeinschaft erfüllte den Raum.
Da das Konzert am Nikolaustag war, wurden auch Geschichten des Heiligen Nikolaus vorgetragen, dem Nikolaos, Sieger des Volkes, dem man so manche Wundertat nachsagt.
Beim Herausgehen bekam jeder Anwesende einen Schokoladen-Nikolaus. Die Betonung liegt auf der Nachbildung des Heiligen. Es war kein Weihnachtsmann mit Kapuze, sondern eine Abbildung des Bischofs mit Mitra. Dazu gab es ein bebildertes Heftchen und eine Karte, mit der man an einem kleinen Gewinnspiel mitmachen konnte und möglichst einen kleinen Reim einreichen sollte.
So bekamen auch Angie und Roman schöne Mitbringsel auf den Weg.
Sie hatten als Ehepaar also zwei dieser Andenken und die Frau überlegte sich, einem sehr kranken Freund ihren Nikolaus zu überbringen. Dieser Kranke hatte Zeit seines Lebens sehr viel Gutes bewirkt, er war für seine Stadt ein Sieger des Volkes, hatte ihr durch seinen Geist viel Wunderbares geschenkt.
Als die Menschen die Kirche verließen, schneite es immer noch heftig. Angie und Roman verabredeten, in der nächstliegenden Gaststätte einzukehren. Roman fror sehr und lief schon mal vor. Im Vorbeigehen sah Angie, dass junge kirchlich engagierte Menschen kleinere Ausgaben dieser Schokoladennikoläuse gegen eine kleine Spende anboten. Roman war schon nicht mehr zu sehen und er hatte die Tasche mit dem Geldbeutel bei sich. Angie fand in ihrer Manteltasche ein paar kleine Geldmünzen.
Sie spendete dies und erhielt ein Nikoläuschen.
Nun lief auch sie ganz schnell in die Wärme, holte noch Geld, weil sie gerne noch mehreren Freunden so ein Mitbringsel schenken wollte, aber die Kinder waren nicht mehr da. Sie hatten es möglicherweise auf der eisig kalten Domplatte nicht lange ausgehalten und alle Messeteilnehmer waren schnellstens verschwunden.
In der urigen Kneipe unterhielten sie sich über die gelungene Veranstaltung.
Als sie im Zug nach Hause fuhren, saßen im Bistro zwei Männer neben ihnen, sahen die Schokoladenfiguren und einer der Herren sagte in heiterer Stimmung, er hätte auch gerne so einen. So übergab Angie ihm den kleinen Nikolaus und wollte gerade die Hintergründe erklären. Aber was war das? Der Mann rief begeistert aus: „Klasse! Schokolade!“, riss das Papier weg und biss sofort der Figur den Kopf ab. Angie war völlig irritiert und stotterte: „Aber ich wollte Ihnen doch gerade erklären ….“, doch zu Wort kam sie nicht, die Männer redeten über Fußball und beachteten sie nicht mehr.
Der Frau war, als würden dem größeren Nikolaus die Tränen herunter laufen. Oder war es ihre eigene Betrübnis über das Unverständnis?
Am nächsten Tag besuchte sie ihren wunderbaren Freund und brachte die größere Schokoladenfigur ins Krankenhaus mit. Er bat sie freudig darum, den Nikolaus so auf ein Regal hinzustellen, dass er ihn gut sehen könne. Sie erzählte von dem Konzert, der guten Stimmung aller, von der Musikgruppe, von all dem, was sie als so schön empfunden hatte.
Das interessierte den Patienten sehr, sie freute sich über sein Mitspüren und er wünschte sich, diese Musikgruppe, die er sehr schätzte, noch einmal sehen zu können.
War es Einbildung oder nickte der Schokoladenmann ihnen zu? Es war als sage er: „Ich passe auf euch auf, gebe meinen Segen und der Wunsch wird in Erfüllung gehen.“
Angie teilte der Musikgruppe den Wunsch des Kranken mit, spontan schickten die Musiker eine Weihnachts-CD und es wurde ausgemacht, dass sie eines Tages bei ihm erscheinen würden.
Und es kam der Tag, an dem die Band in der kleinen Stadt, wo Angie und ihre Freunde lebten, auftrat. So teilte die Frau den „Jungs“ mit, wo sie den Kranken, der sehr viel für seine Stadt getan hatte, besuchen könnten und sie überraschten ihn wirklich im Krankenhaus.
Sie kamen noch rechtzeitig und große Freude kam auf.
Dort, wo der Freund heute ist, wird der Heilige Nikolaus ihn wohl immer noch bewachen. Inzwischen hat der Winter ihn mit seinem weichen weißen Mantel bedeckt. Klirrende Kälte des Seelenlebens ist stets an dem Mann, der anderen so viel Liebe geschenkt hat, vorübergegangen.
Romans Nikolaus steht noch unversehrt in der gemeinsamen Wohnung des Paares und die Beiden denken noch heute an das schöne Konzert, die Andenken, die Zeit mit dem Freund und die Freude, die sie noch gemeinsam erleben konnten.

© Elfie Nadolny

geschrieben für Ferdinand Argenton. Die Mundartsänger, die ihn besucht haben, sind die Höhner.




Befana


Anfang Dezember 2004 besuchte eine Italienerin wie so oft ihre deutsche Freundin. Die Deutsche erzählte vom Weihnachtsfest, von den „Heiligen drei Königen“, von den Sternsingern, die am 6. Januar erscheinen und von der Epiphanie, der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Sie plauderten über das christliche Weihnachtsfest und über Brauchtum. Es war schön. Und nun begann die Sizilianerin von dem Befana-Fest in Italien zu erzählen.
Sie schauten gemeinsam nach, woher das Wort stamme und lasen, es komme von Epifania und es handelte sich ursprünglich um die Benennung eines weiblichen Dämons im italienischen Volksglauben, der einerseits Geschenke bringt, andererseits auch straft und spukt. Während er den guten Kindern Süßigkeiten bringt, bringt er den bösen Kindern Kohle und heute gilt die Befana-Hexe in erster Linie als eine gute Fee, die Geschenke bringe, hieß es dort.
„Ach ja, mir fällt das alles wieder ein“ sprudelte sie los und erzählte eine Legende, die ihr damals die Großmutter erzählt hatte:
Die Hexe Befana hörte von den Hirten die Botschaft von der Geburt des Christkindes. Und da sah sie einen Stern. „Dem Stern muss ich folgen“, dachte sie, aber sie trödelte noch etwas herum, statt sich gleich aufzumachen. „Der Stern wird mich zum Jesuskind führen“, jubelte sie, es liegt in einer Krippe“, das weiß ich ja von den Hirten. „Beeil dich etwas“, mahnten die Hirten. „Auf auf“. Aber Befana musste sich ja noch zurecht machen mit ihrem dunklen Rock, ihrer großen Schürze mit den großen Taschen, Schal, Tuch und ihrem großen Hut. So brach sie etwas zu spät auf und was passierte? Sie verpasste das Jesuskind. „Das kann nicht wahr sein“, dachte sie und seitdem probiert sie es jedes Jahr aufs Neue. Und da sie ja nun nicht weiß, wo sie das Jesuskind findet, macht sie sich jedes Jahr aufs Neue auf. Und nun bringt sie den Kindern Geschenke, die die Geschenke symbolisieren, die damals das Jesuskind bekam. Sie hofft in jedem Jahr, dass eins der Kinder das Jesuskind ist und sie es angemessen beschenken kann.

„Nun, Kinder, hängt am Befana-Abend Strümpfe an den Kamin oder stellt Schuhe hin, damit ich sie füllen kann“, flüstert sie den Kindern zu.
Ihre Kleidung ist mit bunten Flicken versehen und ihre Schuhe haben Löcher. Sie sieht so lustig und freundlich aus, dass die Menschen, die sie sehen, singen:

La Befana vien di notte
con le scarpe tutte rotte
col cappello alla romana
viva viva la Befana!

Die Hexe Befana kommt in der Nacht mit kaputten Schuhen und ihrem Hut alla Romana.
Es lebe die Befana.

So fliegt sie jetzt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar über die Dächer und huscht durch den Kamin. In ihrem großen Sack hat sie viele Süßigkeiten, aber auch Asche und Kohle ist unten im Sack.

Nun erzählt die Italienerin weiter:
Als wir Kinder waren, stellten wir für die Vecchia, die gute Alte, auf einen Teller eine Mandarine, eine Orange und ein Glas Wein hin, damit sie sich stärken kann.
Wir erklärten uns die Flicken auf dem Rock und die Löcher in den Schuhen mit dem vielen und weiten Reisen.
Am Morgen des 6. Januar sahen wir dann, was Befana uns gebracht hatte: Sie brachte Süßigkeiten und andere Geschenke. Wir bemühten uns, das ganze Jahr brav zu sein, denn wir wussten ja, dass die braven Kinder viele Süßigkeiten bekamen und die unartigen viel Asche und Kohle. Das wollten wir natürlich nicht. So freuten wir uns natürlich auf die Befana, hatten aber auch ein bisschen Angst, dass sie unsere kleinen Unartigkeiten bemerkt hatte.
Befana hinterließ uns so eine Art Echtheitszertifikat. Zum Glück bekamen wir immer nur sehr wenig Kohle, aber darin war der Handabdruck Befanas. Und wir hatten noch einen Beweis, dass sie persönlich da gewesen war: Es waren noch Reste des Essens da, schließlich musste sie sich ja beeilen und nicht auszudenken, wenn sie bei jeder Familie den ganzen Wein getrunken hätte. Dann könnte sie ja im Rausch einige Geschenke vergessen oder vertauschen, ne, besser nicht. Ein Schelm, der nun meint, der Opa hätte den Wein getrunken, weil er an diesem Abend immer besonders lustig war.
Dann erzählte sie weiter, dass es üblich ist, sich am Befana-Fest Karten zu schreiben und einen Scherz zu machen. Aber nun war sie schon viele Jahre in Deutschland und passte sich dem deutschen Brauchtum immer mehr an und wartete auf die Sternsinger. Da ging das Telefon, es war ein Anruf aus Italien und eine Bekannte gratulierte ihr überschwänglich. „Wozu das denn? Ich habe doch gar keinen Geburtstag“, antwortete sie. „Ne, ne, du hast Namenstag », war die Antwort. „Habe ich auch nicht, du täuscht dich.“ „Doch doch“ erklang es fröhlich aus Italien: "Tu sei una befana!" (Du bist doch eine Befana-Hexe). Das muss sie gesagt haben, weil die Italienerin so ein kleiner Schelm ist, nun begriff sie und lachte. Sie lacht immer so schön und ist so lustig und herzlich.
Zum Schluss erzählte sie noch, was ihr die Großmutter später, als sie größer war, erzählt hatte.
Ursprünglich käme der Brauch daher, dass es arme und reiche Kinder gab und an dem besagten Fest sollten die armen Kinder nicht weniger Freude erleben als die reichen Kinder. Also zogen die armen Kinder in ihrer ärmlichen geflickten Kleidung von Haus zu Haus und erhielten Geschenke.
„Und heute“, erzählte sie weiter „trägt man diese Kleidung spaßeshalber zum Lachen und zum Scherzen.

geschrieben im August 2005 zum Geburtstag von Angela Fresta, von der ich diese Informationen habe.

(c)Elfie Nadolny



Weihnachten in einem anderen Land

Sie waren nun in dem Land angekommen, was so viel versprochen hatte: Arbeit, Auskommen und Geld.
Den ganzen Tag arbeiteten sie hart und verstanden die Sprache nicht richtig. Aber sie konnten ihrer Familie monatlich Geld schicken, damit diese sich in der Heimat ernähren konnte. Es war so in Ordnung. Sie dachten daran, eine Zeit lang in dem Land zu bleiben und dann zurückzukehren. Zurück zu ihrer Familie, zurück ans Meer. Für eine Zeit ging das mit der Trennung, es ging auch, in den Baracken zu wohnen. Aber nun wurde es Winter, es wurde so ungewohnt kalt.
Ja, und es kam die Weihnachtszeit. Die Straßen waren geschmückt, Lichter brannten in den Häusern, in den Geschäften. Und die Sehnsucht wurde groß, die Sehnsucht nach der Heimat. Sie dachten an ihre Eltern und ihre Geschwister, ohne die sie nun das Fest feiern würden. In Gedanken waren sie nun bei ihnen, aber sie wussten, es war unrealistisch, sie bald wieder zu sehen. Ja, und seine Frau war schwanger, er hatte sie mitgenommen in das neue Land. Hätte er sie besser in der Heimat gelassen? Da wäre sie in der Wärme, da hätte sich die Familie um sie gekümmert. Hier gab es gute ärztliche Versorgung, aber sie hatten ja kein Geld und sie waren nicht richtig versichert. Er machte sich Sorgen, Vorwürfe auch. Vorwürfe für was?
Er wusste es nicht, aber er wollte ihr und dem Kind so viel mehr bieten. Er hatte ein seelisches Tief, gerade dann, als er ein paar Tage frei hatte. „Ein Familienvater muss seiner Familie doch etwas bieten können“, dachte er.

Da hörte er von draußen Musik. Er fühlte sich gestört, wollte die Leute, die er gewahrte, wegschicken. Aber seine Frau, die die ganze zeit gelegen hatte, kam heraus und sagte: „Oh ja, Musik, das ist schön, singt für uns.“ Sie sangen und die Frau wurde ganz ruhig. „oh, du bist ja hochschwanger“, sagte einer der Musikanten. „Ja, das Kind soll kommen und das ausgerechnet heute am Heiligen Abend“, antwortete der Mann. Die Schwangere erwiderte: „Wisst ihr, ich bin gläubig, ich glaube daran, dass ein Wunder geschieht, das Kind wird schon gesund zur Welt kommen, es ist Weihnachten und das Christkind hatte nur einen Stall und eine Krippe. Mehr nicht. Aber es hatte seine Eltern und das hat mein Kind auch. Es wird schon werden.“

„Dürfen wir eintreten?“, fragten die Musikanten fast schüchtern. „Ja, ihr dürft“, antwortete die Frau. Sie traten leise und schüchtern ein, hatten Rucksäcke und Decken dabei. Die Frau machte einen Tee und jeder stellte alles Essbare, was er hatte, auf den Tisch, einer hatte auch eine Kerze und sprach ein Gebet in seiner Sprache. So aßen sie zusammen in einem kleinen Raum und durch die vielen Menschen wurde der Raum ganz warm.

Sie machten nicht viele Worte, es kehrte eine friedliche Stille ein.
Es ging ganz schnell, die Wehen setzten ein, das Kind kam zur Welt. Weihnachten ereignete sich.

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Das Foto zeigt eine Krippe aus der Krippenausstellung von Waldbreitbach.



Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen

Es war am Heiligen Abend 1965.
Auf dem Tisch standen die Weihnachtsteller, jedes Jahr waren darin Süßigkeiten, Nüsse und ein Himmelsapfel, der war ganz rot und – wie Vater und Oma immer glaubhaft versicherten- von den Engelchen blank geputzt. Viele Geschenke standen im Wohnzimmer. Das Christkind hatte die Wunschzettel wohl gründlich gelesen.

Auf dem Tisch standen noch die Likörgläser, aus denen die Eltern und Großeltern Danziger Goldwasser getrunken hatten. Es waren kleine Gläser mit langem grünen Stil.
Das Beste war die Krippe, die Papa immer aufbaute. Er ging dazu immer in den Wald und holte Moos, damit alles auch ganz echt aussah. Nun aber sagte er, wir sollten ins Bett gehen, er würde uns auch etwas vorlesen.

Wir gingen nun ins Bett und Papa setzte sich zu uns: „Was soll ich denn vorlesen“, fragte er. „Och, sing doch etwas“, antworteten wir. „Du singst viel schöner als alle Opernsänger und als Peter Alexander vorhin im Fernsehen.“ Papa schmunzelte und dann fing er an:

„Es war einmal ein kleines Bübchen
Der bettelte so nett und süß
Mamatschi schenk mir ein Pferdchen
Ein Pferdchen wär mein Paradies
Und da erhielt der kleine Mann
Ein Pferdepaar aus Marzipan
Die blickt er an er weint und spricht
Solche Pferde wollt ich nicht
Mamatschi schenk mir ein Pferdchen
Ein Pferdchen wär' mein Paradies
Mamatschi solche Pferde wollt ich nicht."

„Papa“, sagte ich, „das Christkind hat mir ganz viele Wünsche erfüllt. Es hat meinen Wunschzettel erfüllt, alles ist da. Und es ist so schön, wie Oma und Opa sich über unsere selbst gemalten Bilder gefreut haben. Es ist aber immer so schwer, dir etwas zu schenken.“
„Ach, Kind, ich will doch gar nichts geschenkt haben! Behaltet doch euer Taschengeld für euch!“ „Aber Papa, es macht doch Spaß, etwas zu schenken. Ein Glück, dass du 4711 magst und Spieluhren.“ „Ja, ich habe mich auch sehr gefreut, schaut mal, aber eine Spieluhr hätte gelangt.“ Er meinte die Spieluhr, die Rosenstock holder spielt und auf dem ein verliebtes Pärchen im Barockkostüm zu sehen ist mit Blumen und Vögelchen. „Sing weiter, Papa“, baten wir. Er sang weiter und kein Engel hätte schöner singen können.

"Der Winter war ins Land gezogen
Und seine Bitte ward erhört
Es kam das Christkindlein geflogen
Und brachte ihm was er begehrt
Unter dem Christbaum standen stolz
Zwei Pferde aus lackiertem Holz
Die blickt er an - er weint und spricht
Solche Pferde wollt ich nicht
Mamatschi schenk mir ein Pferdchen..."

„Papa, das kann ich verstehen. Der Junge wollte ein echtes Pferdchen haben. Ach, weißt du noch im alten Haus? Den Wunsch kann ich verstehen, ich träume auch von einem Pferdchen.

Damals hatten wir ja den Hasso und die Katzen. Aber die Katzen sind beim Umzug ja alle weggelaufen und Hasso ist im Hundehimmel.
Und es war immer so schön, wenn du im Garten Tannenbäume verkauft hast.“ „Ja, Kind, das war schön, aber nun ist es nun mal so gekommen, die Stadt wollte unser Grundstück haben und da mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Aber glaub mir, alles, was ich mache, ist für euch. Ihr sollt es später mal gut haben. Ich baue für jeden von euch ein Haus.“ „Nein, Papa, mach das nicht. Dann hast du keine Zeit mehr und bist nervös, es ist viel schöner, wenn du mit uns spielst, wenn du uns Märchen erzählst und uns etwas vorsingst, mach das nicht, bitte!! Es ist so schön, wenn du bei uns bist.“ „Ich bin ja da, Kinder und tue alles für euch.“ „Sing weiter, Papa“, sagten wir im Chor und Papa sagte: „Och, ich singe ein anderes fröhlicheres Lied, ok?“ Nun sang er Weihnachtslieder und dann erwies er sich, wie so oft, als zweiter Freddie: "So schön, schön war die Zeit", und wir summten mit, bis wir einschliefen und schön träumten. Ich träumte von meiner Katze Mohrle, von den Katzen der Geschwister, von dem Schäferhund Hasso, der mit uns immer ausgelassen gespielt hatte, davon, dass wir viel in unserem großen Garten gespielt hatten und Papa immer mit der Stoppuhr die Zeit gemessen hatte, wenn wir liefen. Ich träumte davon, dass Papa mal extra einen Karton Mohrenköpfe hinfallen lassen hat, damit er sie nicht verkaufen konnte und wir sie bekamen. Im Traum erschien unser altes Haus, was wunderschön gewesen war. Ich verstand überhaupt nicht, dass einige Leute sagten, es sei alt und unmodern. Im Traume begleitete ich Anneliese und Peterchen und den großen Maikäfer Sumsemann zu seiner Mondfahrt, es erschienen die Naturgestalten, der Sandmann, die Nachtfee, ich ritt auf dem großen Bären zum Himmel, alles war so schön und alle waren so freundlich zu uns.
Auf einmal begegnete uns der Mann im Mond, ich erschrak. Er wollte meiner Puppe den Kopf abbeißen. Nein!!!!!! Ich fuhr hoch. „Das darfst du nicht!“

„Was ist denn?“, fragte mein Mann im Halbschlaf. Ich rieb mir die Augen und sah, wer vor meinem Bett stand: Es war Micky, meine Katze, die ich bekommen hatte, als ich erwachsen war. Sie war immer lieb, nur morgens, wenn sie Hunger hatte, war sie unausstehlich und miaute laut herum. Im Halbschlaf ging ich also in die Küche und meine Katzen Micky und Fischli liefen im Sauseschritt mit. Auf der Kommode stand ein Bild von Papa und auf dem Tisch lag der Brief eines Anwaltes, den einer beauftragt hatte, der all das an sich reißen möchte, was unser Vater für uns geschaffen hat. Da fiel mir auf einmal ein, wie das Lied weiterging und warum mein Vater die letzten Strophen nie gesungen hat:

„Und viele Jahre sind vergangen
Und aus dem Jungen wurd' ein Mann
Da hielt, die Fenster dicht verhangen,
Vorm Haus ein prächtiges Gespann
Vor einer Prunkkarosse stehn
Vier Pferde reich geschmückt und schön
Die trugen ihm sein armes Mütterlein
Da fiel ihm seine Jugend ein
Mamatschi schenk mir ein Pferdchen
Ein Pferdchen wär' mein Paradies
Mamatschi Trauerpferde wollt ich nicht"

Papatschi und die Zeit mit dir vergess ich nicht. So schön, schön war die Zeit.

Ich legte mich noch einmal hin und da erschien mir Papa wieder im Traum. Er sagte: "Sing das nicht, sing: Rosenstock holder blüh." Als ich erwachte, stand die Spieluhr, die ich mir mitgenommen hatte, auf dem bereits gedeckten Frühstückstisch.
Sie spielte die Melodie dieses Liedes:
Rosenstock, holder blüht

Rosestock, holder blüht! Wenn i mei Dirnderl sieh,
lacht mer vor lauter Freud 's Herzerl im Leib.
Tralala, tralala, tralala, tralalalala!
Tralala, tralala, tralalalala

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Die Weihnachtsfeier

Einst plante eine Lehrerin mit ihrer Klasse eine Weihnachtsfeier. Es sollte eine besonders schöne Feier werden und sie bezog die Elternsprecherinnen ein, die gerne mitmachten. Sie einigten sich darauf, die Feier für Kinder und Eltern zu machen und sie sollte in einem ausländischen Lokal stattfinden, was keine überhöhten Preise hatte. Gesagt getan. Die Vorbereitungen liefen gut und viele Eltern erklärten sich bereit mitzuhelfen.
Es kamen viele Ideen zustande.

Zu Beginn war ein weihnachtliches Programm angesagt, was die Bedeutung von Advent und Weihnachten verdeutlichen sollte. Das wurde auch umgesetzt. Die bekannte Geschichte: „Die Alte, die auf Gott wartete“ wurde als Rollenspiel umgeschrieben und eingeübt. Es handelt sich dabei um eine alte Frau, die auf Gott wartete und glaubte, Gott käme, wenn sie ihn besonders gut bewirtete, also räumte sie schön auf, kochte, backte und wartete. Aber kein Gott erschien, wie sie glaubte. Sie wusste ja nicht, dass er in Form des nächsten Mitmenschen kommen würde und so klopften drei Bettler bei ihr an, die sie immer wieder hinausschickte, bis ihr der liebe Gott in den nächsten Mitmenschen sagte, dass er längst erschienen war, sie ihn nur nicht bemerkt hatte. Das Wort Advent = Ankunft des Herrn wurde erklärt. Viele Kinder konnten ein Instrument spielen und sie trugen Weihnachtslieder vor. Auch ein Weihnachtsmann hatte sich eingefunden, der den Kindern die Geschenke brachte, die kleine Wichtel vorbeigebracht hatten. Er erwähnte kurz kleine Schandtaten, aber er stellte doch fest, dass die Kinder alle eigentlich brav waren.

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Für die Erwachsenen gab es eine Tombola, der Hauptpreis war ein Lebkuchen-Hexenhaus. Es war so richtig gute Stimmung. Und dann kam ein sehr schöner Lichtertanz, den die Elternsprecherin mit den Kindern eingeübt hatte. Die Stimmung war sehr festlich.

Auf einmal stürzte eine Mutter in das Lokal und zerrte ihr Töchterchen heraus, das Mädchen sperr-te sich, aber es half nichts. Nur Wenige hatten es mitbekommen, aber diese versuchten einzulenken: „Wo ist das Problem? Wir bringen ihr Kind schon nach Hause und wenn Sie kein Geld für das Essen haben, springen wir ein.“ Es half nichts, die Mutter verschwand mit dem weinenden Kind.
Um den anderen die Freude nicht zu nehmen, wurde weitergefeiert.
So richtig begriffen hatte es niemand, aber sie ahnten etwas.
Jahre später traf die Lehrerin das Mädel wieder, es war nun ein junges Mädchen, schick angezogen und hatte Erfolg. Ohne dass eine Frage gestellt wurde, sagte sie: „Sie können es sich sicher denken, womit es zusammenhing. Für mich ereignet sich Weihnachten, ich glaube daran, mein Leben habe ich in die Hand genommen und nun bin ich glücklich.“



Rückblick auf das Jahr 2003

Das Jahr 2003 war für mich ein Jahr voller Schicksalsschläge, ich möchte hier nicht ins Detail gehen. Meine Freunde wissen darum.
Jedenfalls frage ich mich heute, wann begann Weihnachten für mich überhaupt? Es begann da, wo Menschen zuhörten, Menschen da waren, dauerhafte Freundschaften aufgebaut wurden.
Es war schon da, als ich mich mit Menschen unterschiedlicher Länder, Religionen und Konfessionen unterhielt und wurde zuweilen durchbrochen durch Missverständnisse oder oberflächliche Beziehungen.
Unsere Studentenzeit, die Zeit der Armut ist längst vorbei, die Geschenke werden immer größer und die Einladungen zum Essen immer pompöser. Man beschenkt uns fast mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und dennoch frag ich mich oft:
Da war doch noch was?
Weihnachten begann für mich schleichend schon im Advent, in der Ankunft des Herrn. Was ist nur damit gemeint mit der Ankunft des Herrn?
Wie kommt er? In welcher Gestalt?

Und an diesem Weihnachtsfest hab ich bemerkt, er war da in den Menschen um mich herum, in den Menschen, die geben, die reflektieren, die
Verantwortung füreinander tragen.
Weihnachten ereignete sich in einem spanischen Restaurant in der Schneider-Wibbel-Gasse in Düsseldorf, wo ich zwei Menschen traf, die mir besonders wichtig waren, meinen Bruder und einen Freund.
Es ereignete sich bei einer Nikolausfeier bei uns zu Hause, als liebe Freunde kamen.
Weihnachten ereignete sich später zu meinem Geburtstag, als zwei Menschen, die ich nie vorher sah, auf dem Bahnhof winkend auf uns zukamen und uns umarmten. Es ereignet sich für mich, wenn mir jemand zur Seite steht und es ereignet sich für mich immer da, wo Menschen einfach und bescheiden bleiben. Es ereignet sich jedes Jahr, wenn wir die immer gleichen Freunde treffen, wenn wir eine Feier gemeinsam vorbereiten, Freude und Leid teilen, wenn sich keiner profiliert, wenn man anderen den Erfolg gönnt.

Es ereignet sich, wenn ich „Ehemalige“ (ehemalige Schüler) sehe, die um all die Sorge und Liebe wissen, die man zu
schenken versucht hat.

Und mir ist sehr klar geworden, dass ich Geschenke besitze, die niemand mit Geld aufwiegen kann: Ich habe echte reale Freunde, Menschen, vor denen man laut denken kann. So richtig klar geworden ist mir das bei Konzerten, bei denen Freunde mitgewirkt hatten. Und ich habe reflektiert, dass ich schon seit Jahren die vorweihnacht-lichen Konzerte und den 2. Weihnachtstag als ein besonderes Geschenk genieße, wenn ich meine Freunde und deren Freunde singen höre und wenn wir uns dann treffen. Dann wird uns wunderbare Musik geschenkt. Menschen haben monatelang geprobt um anderen dieses Geschenk zu machen. Ich hatte nach einem Konzert den Wunsch geäußert, nicht nur hören und staunen zu dürfen, sondern mitmachen zu dürfen, und dem Wunsch wurde entsprochen. Und was ich noch so wunderbar fand, man hat einfach die Tische zusammengerückt, Menschen, die sich teilweise nie gesehen haben, haben sich zusammengesetzt und sich ausgetauscht und man hat die Worte des anderen Ernst genommen. Und ich mag den Austausch der Menschen aus verschiedenen Regionen und Ländern.

Nun sitze ich hier versonnen und höre die Misa Criola erneut, die man uns so wunderbar vorgetragen hatte.
Das ist für mich Weihnachten.
Dezember 2003

(c) Elfie Nadolny


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Krippe aus Israel (Ölbaumholz)



Das erste Weihnachtsfest in der neuen Wohnung

Schon vor weit über einem Jahr hatten sie die Eigentumswohnung in einem Neubau im spanisch-maurischen Stil gekauft. Sie hatten geglaubt, was man ihnen versprochen hatte, dass die Wohnung spätestens im August 1993 fertig würde, aber der Bau verzögerte und verzögerte sich. Aus ihrer vorherigen Wohnung mussten sie längst raus und wurden gedrängt und gedrängt. Nach langen Monaten des Wartens tat sich doch etwas und ihnen wurde zugesagt, ihre Wohnung sei unbedingt noch im gleichen Jahr bezugsfertig. Sie erhielten die Zusage, dass sie im Dezember einziehen konnten und sie glaubten daran - trotz aller Unkenrufe. Sie packten also ihre Möbel zusammen und die früheren Nachbarn schenkten ihnen zum Abschied einen Tannenbaum.
Als sie ankamen, war niemand da, der ihnen die Türe öffnete, aber irgendwie kamen sie doch hinein. Sie traf bald fast der Schlag als sie sahen, dass noch keine Türen in der Wohnung waren, keine Fußleisten, die Terrasse noch eine völlige Baustelle war und das Dach oben im obersten Stock noch gar nicht vorhanden war. Nun waren sie aber da, die Möbel auch und auch die Katze im Körbchen. Dann begann ein unglaubliches Chaos. Alles musste gleichzeitig geschehen, eigentlich war es fast ein Ding der Unmöglichkeit, aber es klappte irgendwie doch. Mal lief die Fußbodenheizung gar nicht, mal lief sie auf Hochtouren wie in einer Sauna. Niemand außer ihnen war im Haus und morgens konnten die Handwerker nur über ihre noch nicht angelegte Terrasse ins Haus gelangen. Es war eine nervenzerreibende Zeit, die Katze war völlig verstört. Dennoch lernten sie nach und nach die späteren Nachbarn kennen und dieses ganze Durcheinander schweißte sie zusammen. Trotz allem waren sie stolz auf ihre Wohnung und die Familie wollte sie Weihnachten besuchen. Da es ja einen vorläufigen Baustrom gab, glaubten sie, die Verwandten auch bewirten zu können und kauften beim Metzger zwei große Braten im Brotteig. Doch am Weihnachtstag fiel der Strom aus, die Heizung funktionierte nicht, es war bitterkalt. Was machen? Die Familie war schon mit dem Zug unterwegs zu ihnen. Sie fragten einen Nachbarn aus dem Nebenhaus, ob er die Braten in den Backofen schieben könne und er tat dies. Und nun kam die Familie, sie war nicht gerade bepackt mit Gold, Weihrauch und Myrrhe, aber sie kam mit einem zusammengerollten Teppich auf dem Arm und wie bei Rotkäppchen mit Kuchen und Wein. Der Tannenbaum auf der Terrasse war nicht geschmückt, aber er grüßte doch freundlich ins Wohnzimmer herein.

Trotz des Chaos wurde es ein fröhliches Weihnachtsfest, so oft hat die Familie ganz anders Weihnachten gefeiert, mit geschmücktem Tannenbaum, schön gedecktem Tisch, einem guten Menü, aber an das Weihnachtsfest denkt sie noch oft. Schließlich ist das Christkind ja in einem Stall geboren, lag in einer Krippe und hatte noch viel weniger. Und die ganzen Unzulänglichkeiten damals hatten die Hausbewohner eng zusammengeschweißt. Immerhin kamen kurz nach Weihnachten die Heiligen drei Könige als Sternsinger und im Jahre darauf, kamen sie zu den Nachbarn im oberen Stockwerk und brachten einem netten Nachbarn symbolisch Gold, Weihrauch und Myrrhe zum seinem Geburtstag, der auf den Drei-Königstag fällt.
(2005)

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Die Bella Casa, die Wohnung von Elfie und Klaus


Mein erstes Weihnachten in der Bella Casa


Also, ich stell mich mal vor, ich bin das Fischli, eine adelige Katze, in mir fließt blaues Blut. Mei-ne Vorfahren hatten mich ausgesetzt, ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass da jemand aus der Familie Angst um die Thronfolge hatte.
Meine Geschichte ist etwas anders als beim König der Löwen und auch wurde ich nicht wie Mose in einem Körbchen ausgesetzt und von einer Prinzessin gefunden, aber doch ist mein Schicksal ein wenig vergleichbar.

Also, da man mich ja ausgesetzt hatte, musste ich ja irgendwie überleben. Es gibt da eine Sage um mich, ich hätte mich von den Inhalten der gelben Säcke ernährt, hätte ausgesehen wie eine Ölsardine und ganz rote kranke Äugelchen gehabt. Außerdem hätte ich das ganze Haus in Aufruhr gesetzt, weil ein Hausmeister meinte, die Mäuse und die Ratten wären im Keller, aber ich glaub das alles nicht so ganz.
Jedenfalls suchte ich mir mein Zuhause aus. Es war eine Wohnung im spanisch-maurischen Stil, schön geschützt mit Arkaden und dazu gehörte ein Frauchen, das sehr katzenfreundlich ist. Mit List und Tücke überzeugte ich schließlich auch mein Herrchen, mich anzunehmen. Schlau, wie ich nun mal bin, kriegte ich es hin. Das Einzige, was mich mächtig störte, war eine Katzendame, die mächtigen Einfluss auf Frauchen und Herrchen hatte, aber so langweilig lieb war. Und bald kam die herrliche Adventszeit. Das fing schon gut an mit Nikolaus. Das Frauchen stellte mir einen Riesenteller mit Süßigkeiten auf den Tisch. Den Schokoladennikolaus hätte es eigentlich auspacken können, ist so umständlich, das Papier abzubekommen. Na, ja, aber es war ja gut gemeint. Also, ich stürzte mich über den Teller her, hmmmm. Micky guckte zwar sehr streng und sagte: „Und Minz und Maunz, die Katzen, erheben ihre Tatzen, erheben ihre Pfoten, das Frauchen hat’s verboten.“ So ein Unsinn, der Teller stand doch groß auf dem Wohnzimmertisch. Eigentlich etwas störend war, dass in der Adventszeit gehäuft Freundinnen vom Frauchen kamen oder sie eingeladen war. So auch an Nikolaus, da fährt sie traditionsgemäß immer zu der selben Freundin. Wie langweilig. Jedenfalls kam sie abends wieder und frag-te Herrchen: „Hat dir dein Nikolausteller geschmeckt?“ „Welcher Nikolausteller?“ fragte er erstaunt. Na, ja, die gute Fee des Hauses hatte die Reste, die ich auf dem Boden liegen lassen hab, schon weggeräumt. Ist doch richtig: Hunde haben Herrchen, Katzen Personal. Aber eine der Freundinnen war tatsächlich nett, sie schenkte meinem Frauchen solche schönen durchsichtige Glastropfen. Frauchen dekorierte und dekorierte wie wild. Auf dem Boden stand eine riesige Glasvase und auf der Vitrine Tannenzweige mit den tollen Glas-tropfen. Ei, war das eine Gaudi. In der Nacht zum Heiligen Abend war ich natürlich aufgeregt und konnte nicht schlafen. Was bot sich denn da an? Ah, ich konnte mit den Glastropfen spielen, das machte eine Riesengaudi, sag ich euch. Aber auf einmal- was war das denn? Da fiel die obere Vase auf die große Vase mit dem Dekorsand und alles war auf dem Boden. Peng machte es, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Aber so schlimm war das auch nicht, jetzt konnte ich ja noch viel schöner spielen. Verschlafen kam mein Personal, Mann, waren die humorlos und Micky kam schon wieder mit ihren mahnenden Sprüchen. Nun, ja, ich bin ja nicht nachtragend. Zu dumm dann, die beiden fuhren weg, zu ihrer Familie, sagten sie und ich bekam wieder anderes Personal. Aber an der gan-zen Sache gab es auch etwas Gutes: Viele Freunde aus dem Hause hatten kleine Geschenke vor die Tür gestellt und mein Personal stellte diese Geschenke auf den Tisch. Das war nett, nun hatte ich wieder etwas zum Spielen und fegte alles vom Tisch. Das war mal wieder ein Riesengaudi, ich verstand nur nicht, dass Micky das nicht mitmachte.

Sie hält immer zu meinem Frauchen.

Als mein Hauptpersonal dann nach Hause kam, waren sie sichtlich genervt. Das muss mit dem Weihnachtsstress zusammenhängen. Nun, ich nahm es ihnen nicht krumm und verzieh das in christlicher Nächstenliebe, denn ich bin ja der Chef und der muss mit gutem Beispiel vorangehen.
Nun, das Ganze ist schon ein paar Jährchen her, in mir schlägt das blaue Blut immer mehr durch, ich bin ruhiger geworden und wie es mir zusteht, natürlich immer kritischer, was mein Mahl anbelangt. Schließlich bekommt meine Verwandte im Fernsehen ihr Essen ja auch immer mit Petersilie serviert, ein Zeichen dafür, dass mir das zusteht.
Ich wünsche allen Katzen der Welt ein frohes Weihnachtsfest, habt ein wenig Geduld mit der Erziehung eurer Dosenöffner, das klappt schon.
Das ist nun nach einigen Jährchen aus mir geworden: eine total glückliche Prinzessin:


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Kleine Episode auf Porto Santo

Wir besuchten mal wieder die wunderschöne Insel Porto Santo. Es herrscht gemäßigtes Klima, das Meer ist blau, der Sand ist herrlich. Wie einst Columbus haben auch wir die Insel entdeckt.
Wir genossen es, hier zu sein und trafen einen Insulaner, der lange in Deutschland gelebt hatte. Damals war er Gastarbeiter. Mittlerweile ist er zu einem gewissen Wohlstand gelangt, er hat ein Häuschen, einen Garten, einen Wagen, das Meer vor der Türe. Er lebt wie in einem kleinen Paradies.....

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(c)Klaus Nadolny

Und doch sagt er: „Ich vermisse Deutschland, ich vermisse die Zeit, in der ich kämpfen musste, viel arbeiten, die Sprache erlernen. Ich vermisse euren Winter, euren Schnee, die Kumpels. Ich vermisse die deutsche Weihnacht. Er entdeckte in der Zeit der Entbehrung hier bei uns, wo er arbeitete und lebte, das schönste Weihnachtsfest.

Navidad
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Felice Navidad

In der Regel feiern wir Weihnachten immer in der Familie, aber diesmal war es anders. Das Weihnachtsfest wurde auf eine Insel verlegt. Es war im Jahre 1999.
Wir waren in einem noblen Hotel und für den Heiligen Abend war ein besonderes Programm angesagt. Der Ablauf war folgender:
Zuerst wurden Personen vorgestellt: Der Küchenchef, Köche, Oberkellner usw. wurden beklatscht.
Es gab ein mehrgängiges Menü und zu jedem Gang einen anderen Wein. Die Kellner hatten sehr zu schuften und rannten, was das Zeug hielt. Auf den Tischen standen Aschenbecher und alles war sehr laut. Jeder Gang wurde über das Mikrofon vorgestellt und es gab eine Programmberieselung nach der anderen. Zwischen dem vielen Zigarettenrauch war nicht allzu viel zu erkennen. Zum Schluss des Essens wurde die Eisbombe serviert mit brennenden Wunderkerzen. Uns war nach Ruhe zumute.
Wir überlegten gerade, ob wir uns zurückziehen sollten, da trat auf einmal ein Chor auf. Und nun begann die Weihnachtsstimmung: Zuerst wurde Felice Navidad gesungen, dann kamen englische Weihnachtslieder, dann deutsche bis hin zu: Stille Nacht, heilige Nacht. Eine Gänsehaut überkam uns und wir merkten, wie viele Gäste entspannten. Nun war die Weihnachtsstimmung da.
Plötzlich rannten kostümierte Leute auf die Bühne, warfen mit Papierkügelchen und riefen fröhlich: „Nun ist Disco angesagt!“ Die meisten Leute ergriffen fluchtartig das Weite, um in der Bar oder auf dem Zimmer ihre festliche Stimmung zu behalten.
Am nächsten Morgen ging ich vor dem Frühstück ins Hallenbad. Aus den Lautsprechern ertönten spanische, englische und deutsche Weihnachtslieder und Animateure standen am Rand: „Und eins, und zwei und hoch das Bein!“
Danach fuhren wir in ein kleines Dorf, um dort eine Weihnachtsmesse zu erleben. Es fing damit an, dass wir mit unserem kleinen Autochen beim Einparken in ein Loch auf der Straße, das nicht abgesichert war, hineinfuhren. Peng! Aber wo war das Problem? Die Guardia Civil kam angeschlendert, packte unser kleines Autochen und zog es problemlos heraus. Trotzdem kamen wir zu spät in die Messe und passten nicht mehr in die Kirche. Einmal, weil sie tatsächlich voll war und dann stellten wir fest, dass einige der hinten stehenden Herren möglichst schnell in die Bars wollten. So weit wir das mitbekommen konnten, war der Gottesdienst sehr feierlich. Danach ging alles in einer Prozession auf die „Placa major“, schmunzel eine eher kleinere Placa. Angeleitet war der Zug vom Bürgermeisterpaar, das sich dann auf den Rathaustreppen postierte. Die Placa war festlich geschmückt, mittendrin war ein kleiner Pavillion, von dem aus Getränke draußen bei herrlichen Temperaturen serviert wurden und rings herum standen Tische und Stühle. An den Seiten waren Lautsprecher angebracht und es ertönten sehr feierlich Weihnachtslieder. Nach dem Motto: „Die Letzten werden die Ersten sein“, hatten die, die in der Messe an der Eingangstür standen, die besten Plätze, aber das störte keinen. Alle waren guter Stimmung, fielen sich in die Arme und wünschten ein frohes Weihnachtsfest. Da kam die Guardia Civil daher geschlendert. Ein Polizist rief: „Mensch, da stehen einige von euch im Halteverbot, komm mal her, Pedro, stell deinen Wagen um die Ecke.“ Knöllchen gab es nicht, nur einen fröhlichen Händedruck mit einem Felice Navidad. Geht doch auch so, oder? Allmählich lichtete sich der Platz und die Leute gingen zu ihren Häusern, um das Mittagessen zuzubereiten. Wir hatten gar nicht so richtig Lust, in unser Luxushotel zurückzukehren und taten gut daran, in ein kleines Wirtshaus zu gehen und dachten uns: „Jetzt ist Weihnachten“.



Vorweihnachtszeit in einer multikulturellen Gruppe


Eine Gruppe Jugendlicher aus verschiedenen Kulturen hatte ein gemeinsames Ziel. Es war schön, mit diesen jungen Menschen zu sprechen.
Lange wurde über Lessings Ringparabel gesprochen. Es geht dabei darum, welche der drei monotheistischen Religionen die richtige sei. In dieser Parabel ging es darum, dass es Tradition war, dem Lieblingssohn das Erbe zu übergeben und der Vater ihm als Zeichen dafür einen Ring von un-schätzbarem Wert überreicht. Aber nun gab es einen Vater, der seine 3 Söhne alle gleich liebte und von dem Ring zwei Duplikate machte. Diese waren so gut, dass niemand mehr wusste, welcher das Original war. Mit dem Vater war Gott gemeint und mit den 3 Söhnen die 3 großen monotheistischen Religionen. Man möge mir verzeihen, wenn ich diese wunderbare Parabel so verkürzt wiedergebe.
Tatsache war, dass lange darüber gesprochen wurde und die jungen Menschen von ihrem Glauben und ihrer Tradition sprachen und auch Achtung vor dem anderen Glauben, der anderen Tradition hatten und absolut Willens waren, sich in ihrer jetzigen Heimat anzupassen, wenn viele auch gerne an ihren Traditionen festhalten wollten.
Nun kam die Vorweihnachtszeit und es wurde vorsichtig gefragt, wie die Jugendlichen denn nun zu weihnachtlichen Vorbereitungen standen. Sie wollten sie haben, freuten sich darauf, auch wenn viele zu Hause das Weihnachtsfest nicht feiern. Nun wurde der Raum mit weihnachtlichen Motiven geschmückt, weihnachtliche Geschichten wurden gelesen, man lauschte ehrfürchtig der Weihnachtsgeschichte. Natürlich gab es auch Weihnachtsplätzchen und vorweihnachtliches Brauchtum.
Nachdem die Gruppe ihr gemeinsames Ziel zu einem guten Abschluss gebracht hatte, lud einer zu sich nach Hause ein und zeigte uns seine Tradition. Und auch wir hatten Achtung.
Dieses menschliche Aufeinander-Zugehen zeigt ein Stück Frieden, man öffnet dem anderen die Türe, man lässt ihn hinein.


Gemeinschaft

Sie waren zusammengewürfelt aus verschiedenen Ländern. Eine Gemeinschaft mit einem gemein-samen Ziel und sie hatten ein gemeinsames Ziel. Es gab einige Schwierigkeiten am Anfang. So wie es immer Schwierigkeiten gibt, wenn der andere fremd ist. Man muss Vertrauen erst aufbauen, muss es lernen. Der kleine Prinz wollte ja so schnell Freundschaft schließen, aber der Fuchs lehrte ihn, sich in Geduld zu fassen. Und so war es auch hier. Es gab Höhen und Tiefen, gute Tage, schlechte Tage, Verständnis und Missverständnisse, aber immer wieder kam das Vertrauen durch. Manchmal kostete die Suche aufeinander viel Kraft. Aber so oft war es auch so wunderschön.
Es wird so sein, wie es immer ist: Man wird auseinander gehen, wenn es am Schönsten ist.

Und dann, plötzlich –eines Tages- trifft man in der kleinen Stadt einen, der sagt: „Weißt du noch? Damals?“ Und dann ist es schön, in leuchtende Augen zu blicken.

(c) Elfie Nadolny


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(c) Klaus Nadolny

Der Nikolaus kam nicht persönlich

Eine Glosse, geschrieben für meine Freundin Margit
Der Nikolaus kam nicht persönlich
Seit Jahren ist es bei uns eine Tradition, dass der Nikolaus uns in Mayen aufsucht. Er kam seit Jahren zu einer sehr sehr lieben Freundin von mir und ich fahre immer mit einer anderen sehr lieben Freundin dorthin. Die Familie hat drei Kinder und jedes Mal war es eine Überraschung, was der Nikolaus sagte. Oh, hatte ich Angst, mir warf er jedes Mal vor, dass ich kein Backkünstler bin und meine Kaffeekränzchen öfter sein sollten. Bei der anderen Freundin fiel ihm auch immer eine Menge ein, dabei ist diese Freundin die Güte in Person. Er bemerkte, dass sie einmal mit dem Klassenbuch auf den Tisch gehauen hätte, im nächsten Jahr bekam sie aufs Butterbrot geschmiert, dass sie die Türe geschmissen hatte, als ein rechtschaffender Nachbar täglich seiner Leidenschaft nachging, alles Mögliche und Unmögliche zu streichen, während die Freundin dann Asthma-Anfälle bekommt. Stellt sie sich etwa an? Ein andermal bekam sie die Rute, weil sie bei der Begegnung einer bestimmten männlichen Person, dessen Gehabe sie eigentümlicherweise total genervt hat, schon mal die Straßenseite wechselt.
Bei der Gastgeberin hatte er dummerweise fast nichts zu rügen, nicht mal die Tatsache, dass sie sich beruflich in einer anderen Stadt niedergelassen hatte, juckte ihn. Wer weiß, ob er sich ein Stück Kuchen versprach? Nun ja, Jahre lang saßen wir nun mit roten Wänglein da und wussten nicht, was diesmal auf uns zukommt. Hm, ich hatte zwar zu meinem runden Geburtstag eine größere Feier gemacht, aber stimmt, ein Kaffeeklatsch blieb tatsächlich aus. Aaaaaaber ... , ich hatte ja telefoniert und gemailt, dennoch, der Ruprecht hätte schon Recht gehabt, so liebe Freundinnen lädt man öfter ein. Ein persönliches Treffen ist durch nichts, aber auch gar nichts zu ersetzen. Die Schelte hatte ich verdient.
Man könnte ja mal backen, geht doch, schließlich besucht mich auf meiner Homepage die Backmaus und zeigt mir, wie das geht. Also, ich ahnte Schlimmes. Vorsichtshalber rüstete ich mit vielen Geschenken aus: Mit einem Büchlein, in dem ein paar eigene Werke sind, mit kleinen handgemachten Gestecken..... Vielleicht könnte man den Nikolaus ja gnädig stimmen.
Aber dann kam der Hammer. Es kam die Nachricht, dass der Nikolaus in diesem Jahre nicht erscheint. Die älteste Tochter war aus dem Hause, weil sie nun studiert, der Sohn war mittlerweile ein junger Mann und die jüngste Tochter weigerte sich, den Nikolaus mit seinen „dummen Sprüchen“ zu empfangen.
Nun ja, aus die Maus, der Nikolaus kam nicht ins Haus. Nun dachte ich mir, wie hieß das noch mal: „Lass die Großen laufen, die soll´n sich selbst was kaufen.“ Und dann kam der Hammer, es gab einen köstlichen Lachs, die Freundin bestellt jedes Mal zu Nikolaus einen ganz besonderen Lachs. Und dieser stand nun in der Küche, während wir im Gespräch vertieft waren. Die Katze kam herein..................... Bruch. Ähm. Nun ja, ihr muss der Lachs wohl gemundet haben und sie wollte uns wohl einige Kalorien ersparen.
Aber der Nikolaus muss nun doch durch den Schornstein gekommen sein. Auf dem Tisch standen plötzlich Geschenke für jeden.

Irgendwie muss der Nikolaus die Interessen der einzelnen Personen erahnt haben. Scheinbar ist er doch nicht so alt. Und zu Hause standen vor der Türe alle möglichen kleinen Geschenke. Wer nun denkt, das hätten die Nachbarn hingestellt, der hat keine Ahnung. Der Nikolaus bleibt anonym.
Dennoch ein Loblied auf die Freunde und Nachbarn und ich gelobe Besserung, ich versuch mal wieder zu backen. Aber immerhin: Kochen kann ich, also, lieber Nikolaus, habe bitte ein Einsehen mit mir, ich kann kleine Menüs kochen und auch schön verzieren. Gilt das auch? In seiner christlichen Nächstenliebe ließ er es wohl gelten, denn sonst hätte er es ja bei der Rute belassen. Ich atme auf.
Ich muss noch nachtragen, dass der Mann der Freundin Besserung gezeigt hat, im Winter hat er die Angewohnheit, im wahrsten Sinne reinzuschneien und sobald er auftaucht, ist Glatteisgefahr. Wie macht der das bloß?
2004
Schmunzel, jetzt, im Jahre 2007 kann ich versichern, ich habe mich gebessert und backe jetzt auch. :-)

(c) Elfie Nadolny

Fotos, so weit nichts anderes angegeben ist: Klaus Nadolny
Der Hund ist Petras Eiko und genau so lieb wie Hasso.



.~. Alltagsgesichter .~.
.~. Wenn die Engelchen backen .~.
.~. Befana .~.
.~. Weihnachten in einem anderen Land .~.
.~. Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen .~.
.~. Die Weihnachtsfeier .~.
.~. Rückblick auf das Jahr 2003 .~.
.~. Das erste Weihnachtsfest in der neuen Wohnung .~.
.~. Mein erstes Weihnachten in der Bella Casa .~.
.~. Kleine Episode auf Porto Santo .~.
.~. Felice Navidad .~.
.~.Vorweihnachtszeit in einer multikulturellen Gruppe.~.
.~. Gemeinschaft .~.
.~. Der Nikolaus kam nicht persönlich .~.








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